Pressemitteilung von Torsten Felstehausen

Studie „Klimaneutrales Deutschland“ macht Versagen der hessischen Landesregierung beim Klimaschutz deutlich

Torsten FelstehausenUmwelt- und Klimaschutz

Zur heute vollständig veröffentlichten Studie „Klimaneutrales Deutschland“ mehrerer Institute und Organisationen erklärt Torsten Felstehausen, umwelt- und verbraucherpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die Studie macht klar, dass Hessen beim Klimaschutz hinterher hinkt. In den zentralen Bereichen Energieversorgung, Verkehrswende, Gebäudeheizung und Landwirtschaft ist Hessen seit 2012 viel zu wenig vorangekommen. Legt man die 2011 im Rahmen des hessischen Energiegipfels ermittelten Potenziale der in Hessen erzeugbaren Strommengen zugrunde, ist klar, dass die nicht reichen werden, um den steigenden Verbrauch zu genügen. Hierfür brauchen wir dringend eine Nachbesserung des Hessischen Energiezukunftsgesetz, was Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) aber bis dato verneint.“

Durch die fortschreitende Digitalisierung, die Verkehrswende sowie die Umstellung der Wärmeversorgung für Gebäude, würde der Stromverbrauch bundesweit ansteigen. 2050 würde rund 62 Prozent mehr Strom verbraucht werden als 2018, so die Studie.

„Die Prognose, dass der Stromverbrauch bei der Ersetzung fossiler Energieträger ansteigen wird, ist nicht überraschend. Auch wenn Minister Al-Wazir das anders sieht, ist ganz offensichtlich, dass der 2011 prognostizierte Stromverbrauch für Hessen nachjustiert werden muss und auch die Ziele des Hessischen Energiezukunftsgesetzes angepasst werden müssen. Hessen muss jetzt die Frage klären, wo der durch Digitalisierung, Verkehrswende und Gebäudeheizung zusätzlich gebrauchte Strom herkommen soll? Dass die Beantwortung solcher zentralen Fragen von Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) sowie dem Wirtschaftsminister seit Jahren mit Verweis auf die erst 2021 beginnende Überarbeitung des hessischen Klimaschutzplans 2025 ausgesessen werden, ist verheerend. Für den Klimaschutz müssen wir in Hessen dringend vor 2025 mehr leisten und dazu braucht es einen überarbeiteten Plan mit aktualisierten Zielsetzungen. Hier versagt die hessische Landesregierung aktuell gewaltig.“